BADISCHE ZEITUNG VOM 12.07.2012  /  STEVE PRZYBILLA


 

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Das Taxiunternehmen Dresmann wird 100 Jahre alt / Autofreie Haushalte und das Altern der Bevölkerung verheißen gute Geschäfte.

Erst zwei Weltkriege und die Weltwirtschaftskrise, dann der Benzinschock: Wer ins Geschichtsbuch blickt, ahnt schnell, dass sich das Freiburger Taxiunternehmen Dresmann während seines 100-jährigen Bestehens häufig durchbeißen musste. Dieses Jahr feiert Geschäftsführer Martin Wohlleber mit seinen Angestellten das runde Jubiläum – und glaubt, dass sich so viel eigentlich gar nicht verändert hat.

Der Firmengründer Heinrich Dresmann

Als Heinrich Dresmann zum ersten Mal in sein Taxi stieg, herrschte in Deutschland noch der Kaiser. Damals, im Jahre 1912, posierte der findige Kleinunternehmer mit Autofahrerhandschuhen, Sakko und akkurat gescheitelten Haaren für den Fotografen. „Für uns mag diese Zeit sehr weit weg erscheinen“, sagt der heutige Geschäftsführer Martin Wohlleber, „aber im Grunde hat sich seit damals für unsere Branche nicht viel verändert.“ Natürlich seien die Fahrzeuge sicherer und komfortabler geworden. Autofahrerhandschuhe braucht nach der Erfindung der Servolenkung niemand mehr zu tragen. „Aber das Prinzip“, sagt Wohlleber, „ist nach wie vor das gleiche: Wir befördern Personen per Benzinantrieb.“

Zum 100. Firmengeburtstag hat Wohlleber in den Akten der Firma gestöbert. Aus Fotos, Briefen und Zeitungsausschnitten hat er einen Kalender zusammengestellt, der die Geschichte von „Taxi Dresmann“ nachzeichnet: studentische Fahrer, die vor ihren geputzten Mercedeslimousinen posieren, großbürgerliche Familien beim Sonntagsausflug, Tipps gegen Überfälle. Die Kollektion gibt Einblicke in die Themen, die das Taxigewerbe in den letzten hundert Jahren bestimmten.

 

Ein Dresmann-Taxi aus dem Jahr 1912 – natürlich ein Cabrio (Foto: Privat)

Im Alter oder mit einem permanenten Handicap wird es nicht einfacher – im Gegenteil. Und je mehr die eigene Mobilität eingeschränkt ist, desto öfter ist man auf Mobilitätshilfe und Unterstützung von außen angewiesen. Hier ist TAXI DRESMANN ein zuverlässiger und einfühlsamer Partner für Senioren und Menschen mit Behinderungen.

Denn bei TAXI DRESMANN hört der Service nicht mit der reinen Beförderung bis zur Gehwegkante auf. Vielmehr sind wir auf Ihre Anforderungen und Beschwerden eingerichtet: Geübtes und sensibles Personal kümmert sich darum, Fahrten mit Betreuung zu planen und durchzuführen. Und die Begleitung bis zur sicheren Wohnungstür ist dabei natürlich selbstverständlich. Inklusive Gepäckservice zu fairen Konditionen.

So schick Firmengründer Dresmann auf den vergilbten Fotos aussieht, so wenig spektakulär war die Geburtsstunde seines Unternehmens. Dresmann hatte als Gutsverwalter beim Grafen von Kageneck gearbeitet. Nach dessen Tod musste er sich einen neuen Job suchen, konnte aber auf ein Startkapital zurückgreifen, das ihm die wohlhabende Familie als Abfindung überlassen hatte. „Er hatte einen guten Riecher“, sagt Martin Wohlleber. „Als die meisten Leute noch mit Pferdekutschen unterwegs waren, setzte Dresmann aufs Auto.“ Einen weiteren Trend, der bis heute anhält, erkannte der Taxipionier ebenfalls: „Er hat schnell gemerkt, dass man nicht nur Gesunde befördern kann“, sagt Wohlleber. Heute machten Krankentransporte rund ein Viertel aller Fahrten aus. Doch es gab auch turbulente Zeiten: Im Zweiten Weltkrieg zog die Wehrmacht alle Fahrzeuge ein – der Neustart gelang nur, indem die Taxifahrer aus Ersatzteilen ein neues Auto zusammensetzten. Familienstreitigkeiten lähmten den Betrieb und führten zu einer Aufspaltung in ein Taxi- und ein Reisebusunternehmen.

URENKEL DES GRÜNDERS KOMMT BEI TAXIFAHRT UMS LEBEN

 

Dennoch wuchs die Zahl der Fahrzeuge. In den 80er Jahren umfasste die Flotte sieben 123er-Mercedes-Limousinen. Als Wohlleber die Firma 1995 übernahm, waren acht Taxen im Bestand. „Die Umstände waren damals aber recht traurig“, erinnert sich Wohlleber. „Horst Thomas Dresmann junior, der Urenkel des Gründers, war bei einer Taxifahrt ums Leben gekommen. So brach für die Familie auch ihr Nachfolgekonzept zusammen.“

Der Tradition wegen entschied sich Wohlleber, den Firmennamen beizubehalten. Heute sind 50 Mitarbeiter bei Taxi Dresmann beschäftigt, die Taxen fahren rund um die Uhr. Steigende Benzinpreise treffen die Branche dabei weniger stark, als viele denken. „Nur acht Prozent unserer Ausgaben sind Spritkosten“, sagt Wohlleber, der nach eigenen Angaben rund 1,6 Millionen Euro Umsatz im Jahr macht. Durch sparsamere Antriebe könne man teures Benzin gut auffangen.

Und wie läuft das Geschäft in der Ökometropole Freiburg? Das gut ausgebaute Tram- und Busnetz sieht Wohlleber jedenfalls nicht unbedingt negativ: „Natürlich tritt der öffentliche Nahverkehr auf einigen Strecken in Konkurrenz zu uns. Aber wenn weniger Freiburger ein Auto besitzen, fahren sie im Regen dafür auch mehr Taxi.“ Besonders stark sei dieser Effekt im Vaubanviertel und in der Wiehre zu beobachten. Eine weitere Chance sieht Wohlleber im demografischen Wandel: Weil die Bevölkerung altert, werde es noch mehr Krankentransporte geben.

Auf lange Sicht sollen die 20 Taxen durch Hybridfahrzeuge ersetzt werden. „Aber auch die“, sagt Wohlleber, „befördern schlicht Menschen von A nach B.“ Ganz so, wie sich das Heinrich Dresmann vor hundert Jahren gedacht hatte.


Quelle, Autor: Badische Zeitung vom 12.07.2012, Steve Przybilla
Link: www.badische-zeitung.de/freiburg/chauffeure-seit-kaisers-zeiten

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